Unser pädagogischer Ansatz
In unserem Kindergarten arbeiten wir nach dem "situationsorientierten Ansatz",
d.h. wir stellen die Lebenssituation der Kinder in den Mittelpunkt.
Somit entwickelte sich im Sommer 2009 die Situation, dass zwei Kinder mit Behinderungen aufgenommen wurden.
Aus diesem Ansatz leitet das pädagogische Team Ziele und Inhalte für die konkrete Arbeit mit den Kindern ab.
Die zentralen Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind die Stärkung der Kinder, der kindlichen Autonomie und der sozialen Mitverantwortung.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Förderung grundlegender Kompetenzen und Ressourcen,
die die Kräfte des Kindes mobilisieren und es befähigen, ein Leben lang zu lernen.
Unser Verständnis von Lernen und Bildung
Bildung und Lernen sind in einer reinen Wissensgesellschaft ein
offener und lebenslanger Prozess. Es ist erwiesen, dass die ersten 6 Lebensjahre
neben der Grundschule die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre des
Kindes sind.
Somit wird im Kindergarten der Grundstein für lebenslanges Lernen gelegt. Je
solider und breiter die Basis an Wissen und Können ist, desto leichter und erfolgreicher
lernt ein Kind.
Grundvoraussetzung für Bildung ist Spielen, Sinneserfahrungen und
Bewegung. Freie Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse, denn Kinder lernen
zumindest beiläufig durch Spielen. Das Spiel ist die elementare Form des Lernens.
Hier findet die Selbstbildung im Spiel,
in der Kreativität, in der Erkundung und Aneignung der Welt mit
allen Sinnen statt.
Immer wieder bekommen die Kinder auch Gelegenheit Räume, sowohl innen wie auch
im Garten,
zur freien Bewegung aktiv und eigenverantwortlich zu nutzen.
Die Basiskompetenzen
Als Basiskompetenzen aus dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP),
werden grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet, die das Kind befähigen,
mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren (in Beziehung treten) und sich mit den Gegebenheiten
in seiner dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen.
Aus diesen Basiskompetenzen ergeben sich für unsere Einrichtung folgende Schwerpunkte:
- Soziale Kompetenzen
Im Kindergarten haben die Kinder Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen die durch
Sympathie und gegenseitigem Respekt gekennzeichnet sind. Die Bezugspersonen
helfen den Kindern dabei, indem sie sich offen und wertschätzend verhalten.
- Fähigkeit und Bereitschaft
zur Verantwortungsübernahme
Kinder lernen, dass sie selbst für ihr Verhalten und ihr Leben verantwortlich
sind. Außerdem tragen sie Verantwortung für Menschen, Umwelt und Natur.
- Die ethische und religiöse
Seite des Lebens erfahren
Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber.
Sie stellen Grundfragen nach Anfang und Ende, nach Sinn und Wert ihrer selbst
und nach Leben und Tod. Die Frage nach Gott kann für sie in diesem Sinne eine
zentrale Lebensfrage sein.
- Lernmethodische Kompetenz
Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und
Kompetenzerwerb und der Grundstein für schulisches und lebenslanges, selbst
gesteuertes Lernen.
- Geschlechtssensible
Erziehung
Die Entscheidung, ob ein Kind ein Mädchen oder ein Junge wird, wird von der
Natur festgelegt. Was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein, ist hingegen
weitgehend beeinflusst von der jeweiligen Kultur und Gesellschaft, in der
ein Kind aufwächst und den damit verbundenen geschlechterspezifischen Erfahrungen.
Die Bildungsbereiche aus dem BEP
Die 11 verschiedenen Bildungsbereiche aus dem BEP sind Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Bei den unterschiedlichsten Angeboten werden immer mehrere Bereiche gleichzeitig angesprochen.
- Werteorientierung und Religiosität
Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber. Kinder stellen Grundfragen nach dem Anfang und Ende,
nach dem Sinn und Wert ihrer selbst und nach Leben und Tod. Kinder brauchen vertrauensbildende Grunderfahrungen und sollten
eigene religiöse Erfahrungen machen können. Besonders hilfreich ist dazu das Miterleben von Gemeinschaft, Festen,
Ritualen sowie Begegnung mit Zeichen und Symbolen.
- Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte
Um sich in einer sozialen Gemeinschaft zu integrieren, ist der Erwerb von sozialen und emotionalen Kompetenzen, die eng mit
sprachlichen und kognitiven Kompetenzen verknüpft sind, von großer Wichtigkeit.
- Sprache und Literacy (Lesekompetenz, Alphabetismus)
Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation. Kinder erlernen die Sprache auf unterschiedliche Art und Weise.
Besonders wichtig ist das Nachahmen, das eigene Sprechen. Aber auch Zuhören und Interesse fördern die Sprachentwickelung.
- Informations- und Kommunikations-Technik, Medien
Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, in der es eine Fülle von unterschiedlichen Medien, - auditiv, visuell und
audiovisuelle - gibt. Um diese bedienen und handhaben zu können, ist der Erwerb von Medienkompetenz wichtig.
Das bedeutet, den bewussten, kritisch-reflexiven, sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Medien.
- Mathematik
Mathematisches Grundverständnis ist ein wichtiger Bestandteil, um sich im Alltag zurechtzufinden.
Um die Dinge in der Welt zu ordnen und zu strukturieren, sowie Lösungen bei Problemen im Alltag zu finden,
helfen mathematische Methoden und Denkweisen.
- Naturwissenschaften und Technik
Kinder wachsen in einer hoch technisierten Wissensgesellschaft auf. Durch technische Experimente,
erwerben die Kinder z.B. Wissen über naturwissenschaftliche und physikalische Gesetzmäßigkeiten.
Hierbei können Hypothesen aufgestellt und mit entsprechenden Methoden überprüft werden.
- Umwelt
Der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt und mit unseren Ressourcen ist im Elementarbereich von besonderer Bedeutung.
Kinder sind an Natur, Umwelt und Tieren besonders interessiert.
- Ästhetik, Kunst und Kultur
Ästhetik, Kunst und Kultur durchdringen sich gegenseitig. Angeregt durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur entfalten
Kinder ihr kreatives und künstlerisches Potential. Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue, auch unerwartete und überraschende
Wege zu gehen.
- Musik
Kinder begegnen der Welt der Musik mit Neugier und Faszination. Sie habe Freude an Geräuschen, Tönen und Klängen,
sowohl ihnen zu lauschen, wie auch diese selbst zu produzieren. Beim Spiel mit der Musik werden beim Kind besonders viele
Sinne angesprochen und fördern somit die gesamte Persönlichkeit des Kindes.
- Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport
Bewegung zählt zu den grundlegenden Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern. Kinder haben einen natürlichen Drang und eine
Freude daran, sich zu bewegen. Bewegung ist für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Kindes unerlässlich.
- Gesundheit
Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der darauf abzielt, Kindern "ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu
ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen".